11 Feb. Update Prag
DIE ZEIT, 2025
UPDATE PRAG
Das angesagte Viertel
COOLER WIRD’S NICHT
Prag ist eine architektonische Kalorienbombe. All die Säulen, Stuckschnörkel, Jugendstilranken und Sandsteinreliefs. All die Löwen, Drachen, Heiligen, Teufel, Putten, Nymphen, Musen und Titanen. Irgendwann hat man sie satt. Doch es gibt ein Mittel dagegen: Holešovice. Der Bezirk im Moldaubogen wurde im 19. Jahrhundert zu Prags industriellem Herz, verlotterte dann aber im Sozialismus. Heute ist er das Coolste, was die Stadt zu bieten hat.
Steigen Sie an der marianengrabentiefen Metrostation von Holešovice aus der Linie C und fahren Sie mit der aberwitzig steilen Rolltreppe auf den Vorplatz. Jetzt haben Sie den Plattenbau des Bahnhofs im Rücken und das Erfolgsrezept aller Hipsterviertel vor sich: Industriebauten, Brachen, Mietskasernen. Von gründerzeitlicher Unbescheidenheit sind die zwar auch. Doch wirken die Häuser in ihren abgasgebräunten Kutten wie die verlotterten Vettern der Innenstadtpaläste.
Für den Technoschuppen „Cross Club“, der gleich linker Hand auftaucht und eine Phantasmagorie aus wild zusammengeschweißten Metallteilen ist, sind Sie am Vormittag etwas zu spät dran. Und das „DOX“ eine Straße weiter muss warten, auch wenn der riesige Holzzeppelin auf dem Dach Sie noch so neugierig macht. Wer das Zentrum für zeitgenössische Kunst jetzt beträte, käme erst viele Stunden später wieder heraus.
Auf der Komunardů Richtung Süden ist dann alles da. Mikrobrauereien, Speakeasy-Bars, geflieste Cafés im Shabby Chic und Second-hand-Läden mit Klamotten, die selbst Janis Joplin zu blumig gewesen wären. Die schäumenden Debutjahre Holešovices wollen einfach nicht enden. Immer noch hat man das Gefühl, dass die Straßenbahnen hier rebellischer in ihren Gleisen kreischen als anderswo.
Den ersten Kaffee trinken Sie in einem schwarzen Bau in der Seitenstraße Dělnická. Hier ist die Szene rund um die „ethischen Hacker“ des Künstlerkollektivs „Ztohoven“ zu Hause, berüchtigt für Guerrilla-Aktionen wie eine getürkte Atombombenexplosion in einer Live-Fernsehsendung. Vor kurzem wurde ihr kryproanarchistisches Institut mit einem Café im minimalistischen Industrial Style, Coworking-Spaces und Veranstaltungsräumen von „Paralelni Polis“ in „Second Culture“ umbenannt. Die Kämpfer gegen Überwachungstechnologien aller Art wollen nun kommerzieller sein. Das Café nimmt deswegen mittlerweile auch Kreditkarten. Früher ging nur Bitcoin.
Jiří Novák akzeptiert allein Bargeld. Er führt nebenan ein riesiges Antiquariat. Mit schlohweißem Haar sitzt er vor der Ladentür, hört sich Buchwünsche an und verschwindet dann in seinem literarischen Termitenbau. Nur Jiří kennt die Gänge. Für Kunden sei das zu gefährlich, sagt er, die Bücherwände könnten einstürzen und sie erschlagen.
Anders als sonst wo besitzt die Gentrifizierung in Holešovice noch nicht den Beiklang einer Krankheit. Auch wenn überall sündteure Apartments entstehen. Das Neueste ist noch nicht fertig, schmückt sich aber schon mit Graffiti an den Glasbalkonen. Die Stricheldesigns sind allerdings Auftragsarbeiten. Sie stammen vom Künstler „Rushdog“. Vielleicht treffen Sie ihn im Vnitroblock gegenüber. Das frühere Fabrikareal ist ein Gewusel mit Ateliers, Boutiquen und Yogastudios à la Prenzlauer Berg.
Viel roher präsentiert sich der „Prager Markt“ auf einem alten Schlachthofareal südwestlich davon, eine wilde Mischung aus Theater, Galerien, Foodtrucks, Bordell und vietnamesischen Marktständen, die auch Schlagringe im Sortiment haben. Vor dem Haupteingang führt die nagelneue Holkabrücke über die Moldau ins arriviertere Szeneviertel Karlín. Aber Sie gehen besser weiter westlich. Denn da kommt noch was. Zum Beispiel der funktionalistische, wie aus weißem Licht gebaute Messepalast von 1928, der heute die Nationalgalerie beherbergt. Hier schreiten Sie nicht mit raschen Seitenblicken die üblichen Picassos, Renoirs und Klimts ab, sondern spüren, wie die Kunst das Kommando übernimmt. Vor allem die riesige Sammlung tschechischer Maler und Bildhauer des 20. Jahrhunderts legt Ihre Aufmerksamkeit immer wieder an die Kette und lässt Sie nur in Trippelschritten vorankommen.
Danach brauchen Sie natürlich ein Bier. Sie bekommen es in Kneipen, in denen Sie nach dem zweiten Besuch dazugehören. Etwa in der Cobra Bar, die in einer alten Spielhalle eröffnet hat und so perfekt zwischen abgeranzt und cool balanciert, dass Sie sich einen Stoß geben müssen, um nicht zu versacken. Schnappen Sie stattdessen frische Luft im Letná-Park, wo Holešovice zu Ende ist. Auf seinem Hügel stand einst das weltgrößte Stalin-Denkmal. Heute überragt dort eine Art gigantisches Metronom des Künstlers Vratislav Karel Novák die Innenstadt. Schauen Sie aufs Dächergetümmel zu Ihren Füßen. Atmen Sie durch. Und kehren Sie dann geläutert zurück in den Prager Prunk.
Schnaps
Zaubertränke
Kann so viel Ähnlichkeit Zufall sein? Die fleischige Nase, die großen Augen, der rotblonde Vollbart – Ondřej Volák sieht aus wie Kaiser Rudolf II. Der machte Prag im 16. Jahrhundert mit der Errichtung geheimnisvoller Labore zum Zentrum der Alchemie. Ondřej gründete so etwas Ähnliches: die erste Craft-Destillerie der Stadt, das „Garage 22“. Immerhin wurde die Technik des Destillierens von Alchemisten erfunden. Wer den Backsteinbau der Gin-Brennerei betritt, steht zwischen Kupferkesseln, Rohren und Stahlfässern und wird von zahllosen Geruchsnuancen umduftet. Wie schön, dass man sie auch trinken kann. Zum Beispiel bei einer Führung, die das „Garage 22“ anbietet. Man bekommt dann nicht nur von den acht Standard-Gins – etwa den Sorten Trüffel, Kümmel oder Chili – etwas ab, sondern auch von Ondřejs Experimenten mit wunderlichen Geschmacksprofilen, die er als Sondereditionen verkauft. „Speck und Meerrettich“ heißt sein neuester Zaubertrank.
Architektur
Ground Control to Moldau
Klar, dass das Bier jetzt auch noch zu David Bowies Weltraumhymne Space Oddity auf den Tisch kommt. Man fühlt sich ja ohnehin wie Major Tom, der aus einer fernen Galaxie im alten Europa gelandet ist. Schuld daran trägt der Blick aus dem Innern eines Tunnelgewölbes durch ein gigantisches Bullauge auf die Moldau und die Prager Kleinseite. Mehr Raumschifffeeling als in einer dieser sechs Kasematten am Rašín-Ufer geht kaum. Nachdem die Metallfassaden der zuletzt als Eislager genutzten Räume durch monumentale Rundfenster ersetzt wurden, sind dort vor allem Bars eingezogen. Am coolsten ist es im Bike 7 kurz vor der Palackého Brücke. Große Teile der Einrichtung – etwa die Kronleuchter – bestehen aus zusammengeschweißten Rahmen und Felgen von Rennrädern.
Essen
Schlossküche
Der tschechischen Küche wird nachgesagt, dass man sich nach ihrem Genuss bald selbst fühlt wie ein Knödel. Die gute Nachricht: Immer mehr Restaurants kochen gegen dieses Klischee an. Das neue 420 am Altstädter Ring zum Beispiel, wo Sterneköche Speisen wie gefüllte Ferkelfüße mit Apfelgel servieren.
Wer fürchtet, von so etwas nicht satt zu werden, geht ins etwas ältere „Kuchýn“ neben der Burg. Erster Eindruck: Hier wird gute alte Zeit eingeweckt. Allerdings im Glas von heute – gekachelte Wände, nackte Leuchten, helle Tische. In der Mitte des ersten von drei Gasträumen bewerkeln Köche einen freistehenden Herd, der an eine Schlossküche denken lässt. Eine demokratische wohlgemerkt: Jeder kann hier schon einmal gucken und schnuppern, bevor er bestellt.
Als Vorspeise wird der marinierte Karpfen mit Zitrusfrüchten, Schalotten und Äpfeln empfohlen. Aber ist dieser Schlammwühler nicht eine zu onkelhafte Wahl, sozusagen der Helmut Kohl unter den Fischen? Nichts da, das Fleisch im schreigrünen Dressing ist bissfest, edel und frisch wie eine Ceviche in Lima. Auch die Hauptspeise beschwört das Bodenständige, tut sich jedoch schwerer, auf luftig-leicht und modern zu machen: mageres Rind mit Frühlingskartoffeln. Das Fleisch ist köstlich, aber man vergisst es glatt bei dieser Kräutersoße, die schmeckt, wie eine Sommerwiese riecht. Um noch den letzten Tropfen auftunken zu können, nimmt man am besten einen dieser Hightech-Serviettenknödel mit der luftigen Konsistenz eines Badeschwamms. Kein Wunder, dass hier überall Tschechen mit ausländischen Geschäftspartnern sitzen. Sie wollen zeigen, dass ihre Küche auch anders kann – ohne sich dabei zu verleugnen.
Kunst
Punkclownerien
Prag ist eine nostalgische Wunderkammer, der man unbedingt etwas entgegensetzen muss – so ungefähr würde David Czerný das wohl sehen. Der Altpunk und berühmteste tschechische Gegenwartskünstler tut das in Form riesiger, respektloser Clownerien, die sich überall in der Stadt verteilen. 27 Objekte sind es mittlerweile. Manche irritieren so sehr, dass sie von den Behörden in die Außenbezirke verbannt werden. Dazu zählt etwa In Utero, eine sechs Meter hohe Skulptur einer Schwangeren, der Passanten in den Unterleib kriechen können.
Vor gut zwei Jahren hat der Spektakelfachmann im räudigen Arbeiterviertel Smíchov das Musoleum eröffnet. Es dient Werken aus drei Jahrzehnten als Ausstellungsort und letzte Ruhestätte – deswegen der Name. Jugendfrei ist das Haus eher nicht: Monströse Geschlechtsteile, onanierende Torwarte, in Plastik vakuumierte Leichenteile sollte man abkönnen. Eher harmlos sind die Replik des Edelstahl-Mittelfingers, der 2013 für eine Weile von der Moldau auf den Regierungssitz zeigte, oder das Original Quo Vadis: ein Trabi auf vier Menschenbeinen. Er erinnert an die geflüchteten DDR-Bürger, die 1989 in der deutschen Botschaft ausharrten. Nach ihrer Ausreise standen plötzlich überall zurückgelassene Trabis herum.
Wer sich auf Czerný-Safari durch die Stadt begeben will, braucht dafür einen ganzen Tag. Vielleicht reichen aber auch die neuesten Werke. Der wie ein totes Insekt aufgespießte Porsche im Stadtteil Brumlovka mit dem Titel Beetle. Die 24 Meter hohe und 35 Tonnen schwere Edelstahldame Lilith, die in Karlín einen Wohnblock umarmt. Das Monument Spitfire Butterfly an der Fassade eines innerstädtischen Kaufhauses, das die Eleganz riesiger Schmetterlingsflügel mit dem Rumpf eines Jagdfliegers kombiniert. Oder die Installation Věra Čáslavská auf der Kleinseite, eine Hommage an die berühmte Kunstturnerin: Drei Figuren drehen sich gravitätisch um die eigene Achse. Dass die Olympiasiegerin eine erbitterte Antikommunistin war, hat den ewigen Rebellen beeindruckt und zu seiner Plastik motiviert.
Hotel
Wohnen, mal ganz grand
Grandhotels sind mehr als Hotels. Sie sind Ersatzschlösser für Menschen, die nicht als Aristokraten geboren wurden, aber über die Mittel verfügen, so zu leben. Seit Prag seine Ballermannisierung stoppen und den Anteil gehobener Hotels in zehn Jahren um ein Viertel steigern konnte, war klar: Auch das 2013 geschlossene, mit Anekdoten geradezu vollgesogene Grandhotel Europa würde zurückkommen. Jetzt hat das sonnengelbe Jugendstiljuwel als Boutiquehotel und Teil von Marriotts Lifestylemarke „W“ wiedereröffnet.
Im Entree und im Grand Café hat man den Volkshotelmuff vertrieben, der sich nach der Enteignung 1948 in jeden Winkel fraß. Gläserne Blumenbuketts lodern in die Höhe, delikat gemaserter Marmor schimmert unter den Kristallkaskaden der Lüster, für die Teakholzverkleidungen muss ein halber Wald gestorben sein. Die Kulisse des Cafés – es hat sich den Beinamen „Le Petit Beefbar“ gegeben – ist ein Garten Eden für jeden Instagrammer. Immer wieder drücken Gäste Kellnerinnen ihre Handys in die Hand, um sich von ihnen fotografieren zu lassen. Dazu passen die wichtigtuerischen, etwas zu lauten Songs von Frank Sinatra aus Lautsprechern, die extra für das Haus angefertigt wurden. Die Zimmer wiederum sind angenehm leise Art déco-Interpretationen in Petrol, Bordeaux und Beige.
Während im vorderen Teil die champagnereske Eleganz der Anfangstage originalgetreu restauriert wurde, wirkt der neue Erweiterungsbau etwas angestrengt poppig. Nicht nur die pilzartig auskragenden Säulen in der Lounge könnten ebenso gut in Singapur oder Dubai stehen. Lediglich die Terrasse macht auf Prag: Dutzende goldene Wasserhähne plätschern hier auf schwimmbadblaue Kacheln und wollen an die „goldene Stadt“ erinnern.
Shopping
Schön, schön!
Überall diese kleinteiligen, kunstbeseelten Patchwork-Tatoos! Die Designobsession der Prager macht nicht mal vor ihren Armen halt. Eingehender kann man sie jedoch im Czech Design Shop bestaunen. So heißt der neue Flagship-Store des größten Online-Design-Magazins im Land, der ständig dazu verleitet, die Reisekasse neu zu kalkulieren. Die Gläser in extravaganten Formen und Farben, bei denen man sich unwillkürlich fragt, wie die Lieblingsgetränke daraus wohl schmecken würden; die futuristisch-kühnen Taschen, die man so noch nie gesehen zu haben meint; die Schmuckkreationen mit überraschenden Materialkombinationen und Twists, die man sich Stück für Stück auf der Haut beschenkungswürdiger Menschen vorstellt – alles das und noch viel mehr stammt von 160 ausschließlich tschechischen Designern. Der einzige Schönheitsfehler: Die Mitarbeiterinnen haben blanke Arme.
Bars
Getränketheater
Allein diese hustensaftgrünen, anmutig geschwungenen Art-déco-Leuchtröhren über dem Eingang! Ihr Glimmen wirkt, als könne man es schmecken. Klar, dass man da hineinmuss. Im Entree dann Konfusion. Links geht es ins legendäre Künstlercafé „Slavia“. Aber wohin führt die Glastür mit den massiven Vorhängen? Ist das ein Separee für Konzernvorstände? Der Doorman erscheint, schiebt den Stoff zur Seite, dann steht man im Forbína, der neuesten Bar der Stadt. Obgleich in der Herzkammer des touristischen Prag gelegen, ist sie ein Hotspot für Locals.
Forbína ist tschechisch für Vorbühne, jene Erweiterung einer Bühne ins Publikum hinein – eine Anspielung auf das Nationaltheater gegenüber. In der Bar ist es dunkel wie bei einer Aufführung, auf eine Mahagoniwand sind zauberische Tiergestalten gemalt. Die Drinks unterteilen sich in die Sparten „Ballett“, „Drama“, „Oper“ und „Laterna Magica“. Sie heißen „Schwanensee“ oder „Don Giovanni“ und werden in der Karte eher wie leichte Musen beschrieben. Sogar der „Faust“ soll „süß, fruchtig, kräuterig“ sein. Bei den Ingredienzien Jägermeister, Kaffeelikör und Waldbeeren glaubt man’s gleich.
Wer mehr Wumms will, kann sich den persönlichen Musikgeschmack nachmixen lassen. Death Metal zum Beispiel. Er erlebt dann, wie Barkeeper Honsa sich erst in Maestropose kontemplativ an die Nasenwurzel fasst, darauf frontmanlike mit verschiedenen Flaschen Luftgitarre spielt, dabei Mezcal, Wermut, Honigschnaps und Schokoladenbitter zusammenschüttelt, und am Ende das düster-rauchige Ergebnis präsentiert. Es kommt in einer schauerlich erstarrten Hand aus schwarzem Ton daher. Ozzy Osborne wäre begeistert gewesen. Und hätte bei so viel Alkohol vielleicht sogar als sagenhafter Saufaus auf eine Zugabe verzichtet.
Souvenirs
Unikate für Notate
Zu reisen heißt sich erinnern, sonst kann man es bleiben lassen. Damit das besser gelingt, gibt es die kleine Buchbinderei Skoba. Hier werden Notizbücher und Kalender als Unikate in coolen, schrägen oder einfach nur wundervollen Designs mit alten Pressen und Schneidemaschinen herstellt. Fast möchte man gar nicht hineinschreiben, so schön sind sie. Die meisten Kreationen speisen sich aus dem Archiv einer lokalen Zeitung. Nach einer Überschwemmung wurde es aufgelöst und Skoba überlassen. So hat das Notizbuch viel mehr mit Prag zu tun als man denkt.
Museum
Glühende Blicke
Gut, ein Museum für Alfons Mucha gibt es längst. Aber die alte, im Kaunický-Palast untergebrachte Ausstellung des Jugendstilkünstlers schlechthin wirkt schon ziemlich vergilbt und verknarzt. Dagegen die nagelneue Sammlung der Familie Mucha und der Mucha-Stiftung im Palais Savarin, bei dem schon der barock auftrumpfende Treppenaufgang wirkt wie für Staatsgäste gemacht: Kluge Lichtinstallationen und Wände in Taubenblau und Korallenrosa lassen die glühenden Blicke, wild rankenden Blütendekors und geheimnisvollen Frauengestalten mit bluttropfenden Dolchen so knallig leuchten, als seien die 90 Gemälde und Plakate eben erst getrocknet.